Dienstag, 31. März 2015
Sturmfest und Erdverwachsen...
... nachdem der Frühling mir und den Bienen zunächst recht früh im Jahr ein paar schöne Tage schenkte, wurde es danach immer unbeständiger und ungemütlicher. Die Bienen flogen nur an wenigen Tagen, oft war es zu kalt und/oder zu windig.
Die "Höhepunkte des schlechten Wetters" bildeten nun die Sturmtiefs "Mike" und "Niklas", die über uns hinweg zogen. Während im ganzen Land Schäden zu beklagen sind, haben es die Bienen bisher unbeschadet überstanden. Allerdings musste ich die äußeren Blechdeckel zweimal richten. Beim zweiten Mal waren sie sogar gänzlich abgeflogen:
Um bei diesem Wetter nicht mehr unnötigerweise hinaus zu müssen, habe ich für eine sturmfestere Beschwerung der Dächer gesorgt. Bisher hatte ich mich aus "ästhetischen Gründen" immer dagegen entschieden. :)
Ich hoffe, dass die Tiefs bei euch zu keinen größeren Schäden geführt haben!
PS: Wer mit dem Titel des Beitrags nichts anzufangen weiß, kann hier nachlesen:
Niedersachsenlied
Freitag, 20. März 2015
Bienengarten
Den Bock... Imker zum Gärtner gemacht
Die letzten Tage haben wir das gute Wetter genutzt um den Garten an einigen Ecken etwas umzugestalten. Dabei wurden unter anderem neue Beete angelegt.
Wie es sich für einen Imker gehört, wurden natürlich Gehölze gepflanzt, die bienenfreundlich sind. Hier mal die neu angelegte Fläche in ihrer ganzen "Pracht":
Sieht natürlich noch etwas karg aus, wird aber im fortgeschrittenen Jahr eine schöne Bienenweide bieten. Gepflanzt haben wir verschiedene Weiden, Weigelie, Kolkwitzie. Der große Strauch in der Mitte ist ein Jasmin, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und letztes Jahr schon von den Bienen gut besucht wurde.
Damit es zwischen den Ziergehölzen nicht so karg aussieht, hat die ganze Familie noch Blumenzwiebeln gesetzt. Von denen sieht man natürlich wirklich erst später im Jahr etwas. Aber die Verpackungen versprechen einiges:
Geplant ist auch das Beet mit diversen Stauden aufzuhübschen. Hier bin ich für Vorschläge aus meiner Leserschaft sehr offen. :)
Beim Betrachten des Tageswerks auf der neu platzierten Bank (neben den Bienenstöcken), bekam ich gleich Besuch von einigen Hummelköniginnen und dieser Wildbiene:
Über sachdienliche Hinweise um welche Art Wildbiene es sich handelt, bin ich wieder sehr dankbar, denn auf dem Gebiet habe ich noch einigen Nachholbedarf.
Die letzten Tage haben wir das gute Wetter genutzt um den Garten an einigen Ecken etwas umzugestalten. Dabei wurden unter anderem neue Beete angelegt.
Wie es sich für einen Imker gehört, wurden natürlich Gehölze gepflanzt, die bienenfreundlich sind. Hier mal die neu angelegte Fläche in ihrer ganzen "Pracht":
Damit es zwischen den Ziergehölzen nicht so karg aussieht, hat die ganze Familie noch Blumenzwiebeln gesetzt. Von denen sieht man natürlich wirklich erst später im Jahr etwas. Aber die Verpackungen versprechen einiges:
Geplant ist auch das Beet mit diversen Stauden aufzuhübschen. Hier bin ich für Vorschläge aus meiner Leserschaft sehr offen. :)
Beim Betrachten des Tageswerks auf der neu platzierten Bank (neben den Bienenstöcken), bekam ich gleich Besuch von einigen Hummelköniginnen und dieser Wildbiene:
Über sachdienliche Hinweise um welche Art Wildbiene es sich handelt, bin ich wieder sehr dankbar, denn auf dem Gebiet habe ich noch einigen Nachholbedarf.
Montag, 9. März 2015
Rähmchen auskochen
Echt ätzend?!
Es wird Frühling, da fangen die Imker an die Arbeiten zu erledigen, die sie sich eigentlich für die kälteren Tage im Jahr vorgenommen hatten. :)
Aus diesem Grund trafen sich am Wochenende, bei bestem Wetter mehrere Imker unseres Vereins zum gemeinschaftlichen Rähmchen auskochen.
Rähmchen auskochen? Was ist das schon wieder und vor allem was soll das?
Wir erinnern uns: Rähmchen werden in Zargen gehängt, die gestapelt (mit Boden und Deckel) eine komplette Beute ergeben.
Die Rähmchen sind also in der vom Imker vorgebenen Struktur die kleinste Einheit. Wer sich genauer mit dem Thema beschäftigen möchte, liest hier nochmal nach: Beuten, Zargen und Rähmchen
Was Rähmchen sind, hätten wir also geklärt. Aber warum sollen diese nun ausgekocht werden? Durch das Auskochen in 3%iger Ätznatronlauge werden äußere Verunreinigungen wie Wachs- und Propolisreste o.ä. entfernt, aber vor allem mögliche Krankheitserreger abgetötet. Somit können die den Völkern entnommenen Rähmchen nach der Reinigung wiederverwendet werden. Defekte Rähmchen werden bei dieser Gelegenheit gleich aussortiert und landen im Feuer, das das Ätznatronbad erhitzt.
Soviel nun zur Theorie. Aber wie läuft das in der Praxis ab?
Hier zunächst (ein ganz kleiner Teil) der noch unbehandelten Rähmchen.
Meine ehrenvolle Aufgabe war es die Rähmchen auf diese Gewindestäbe zu stapeln. Ebenfalls auf dem Foto seht ihr den Befestigungsmechanismus, der von oben auf die gestapelten Rähmchen kommt und mit der großen Flügelmutter festgezogen wird.
Jetzt kommt ein extra für das Auskochen entworfener Schwenkkran zum Einsatz. Dieser befördert die gestapelten Rähmchen aus sicherer Entfernung in das Ätznatronbad. Darin dürfen die Rähmchen dann einige Minuten das kochende Bad genießen.
Anschließend geht es per Kran wieder raus und zur nächsten Arbeitsstation.
Hier werden die Rähmchen mit Hochdruck-(Reiniger) abgespült und gesäubert.
Anschließend wurden die Rähmchen natürlich einzeln zum Trocknen aufgehängt. Regelmäßiges Wenden und Umhängen nicht vergessen, damit sie auch schön gleichmäßig trocknen. ;)
Nein, hier hat sich ein Imker einen kleinen Spaß erlaubt, mit seinem "Rähmchen-Baum".
Die Trocknungsstation hatte eher diese Ausmaße (wieder nur ein Teil der Rähmchen):
Das also zu meiner Beschäftigung am letzten Wochenende. Ich freue mich, dass es bald wieder richtig an den Völkern losgeht und dann die Bienen, statt Rähmchen im Vordergrund stehen. :)
Es wird Frühling, da fangen die Imker an die Arbeiten zu erledigen, die sie sich eigentlich für die kälteren Tage im Jahr vorgenommen hatten. :)
Aus diesem Grund trafen sich am Wochenende, bei bestem Wetter mehrere Imker unseres Vereins zum gemeinschaftlichen Rähmchen auskochen.
Rähmchen auskochen? Was ist das schon wieder und vor allem was soll das?
Wir erinnern uns: Rähmchen werden in Zargen gehängt, die gestapelt (mit Boden und Deckel) eine komplette Beute ergeben.
Die Rähmchen sind also in der vom Imker vorgebenen Struktur die kleinste Einheit. Wer sich genauer mit dem Thema beschäftigen möchte, liest hier nochmal nach: Beuten, Zargen und Rähmchen
Was Rähmchen sind, hätten wir also geklärt. Aber warum sollen diese nun ausgekocht werden? Durch das Auskochen in 3%iger Ätznatronlauge werden äußere Verunreinigungen wie Wachs- und Propolisreste o.ä. entfernt, aber vor allem mögliche Krankheitserreger abgetötet. Somit können die den Völkern entnommenen Rähmchen nach der Reinigung wiederverwendet werden. Defekte Rähmchen werden bei dieser Gelegenheit gleich aussortiert und landen im Feuer, das das Ätznatronbad erhitzt.
Soviel nun zur Theorie. Aber wie läuft das in der Praxis ab?
Hier zunächst (ein ganz kleiner Teil) der noch unbehandelten Rähmchen.
Meine ehrenvolle Aufgabe war es die Rähmchen auf diese Gewindestäbe zu stapeln. Ebenfalls auf dem Foto seht ihr den Befestigungsmechanismus, der von oben auf die gestapelten Rähmchen kommt und mit der großen Flügelmutter festgezogen wird.
Jetzt kommt ein extra für das Auskochen entworfener Schwenkkran zum Einsatz. Dieser befördert die gestapelten Rähmchen aus sicherer Entfernung in das Ätznatronbad. Darin dürfen die Rähmchen dann einige Minuten das kochende Bad genießen.
Anschließend geht es per Kran wieder raus und zur nächsten Arbeitsstation.
Hier werden die Rähmchen mit Hochdruck-(Reiniger) abgespült und gesäubert.
Anschließend wurden die Rähmchen natürlich einzeln zum Trocknen aufgehängt. Regelmäßiges Wenden und Umhängen nicht vergessen, damit sie auch schön gleichmäßig trocknen. ;)
Nein, hier hat sich ein Imker einen kleinen Spaß erlaubt, mit seinem "Rähmchen-Baum".
Die Trocknungsstation hatte eher diese Ausmaße (wieder nur ein Teil der Rähmchen):
Das also zu meiner Beschäftigung am letzten Wochenende. Ich freue mich, dass es bald wieder richtig an den Völkern losgeht und dann die Bienen, statt Rähmchen im Vordergrund stehen. :)
Samstag, 14. Februar 2015
Frühlingsanfang 2015
Raus aus dem Winterschlaf!
Seit diesem Wochenende ist für den Imker und den Bien offiziell Frühling verordnet. Die Temperaturen könnten zwar ruhig noch etwas steigen, aber das Wetter insgesamt war bei blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein schon sehr frühlingshaft.
Ich selber habe das Wetter genutzt meinen Garten etwas auf Vordermann zu bringen und auch die Bienen waren fleißig unterwegs. Bei allen drei Ablegern herrschte zeitweise Stau am Flugloch. Es ist natürlich sehr erfreulich, dass es alle Völker scheinbar aus dem Winter geschafft haben. Beim Ankippen der Beuten habe ich bei einem Volk aber festgestellt, dass das Futter langsam sehr knapp wird. Hier werde ich mir überlegen müssen zu zufüttern, damit die Bienen nicht "auf den letzten Metern" noch verhungert.
Reinigungsflug
Bei den ersten Ausflügen der Bienen im Frühling steht vor allem der sogenannte Reinigungsflug an. Die Bienen können im Winter ihre Kotblase nicht entleeren, da sie die Beute bei den niedrigen Temperaturen nicht verlassen können. Daher wird dies dann kollektiv bei der ersten Frühlingssonne erledigt. Anflugziele beim Reinigungsflug sind gerne große, helle Flächen. Daher die ersten Sonnenstrahlen des Jahres am Besten nicht nutzen die weißen Bettlaken draußen zu trocknen. Sie könnten anschließend etwas gesprenkelt aussehen...
Leider war ich mit dem Schießen der Fotos etwas spät dran, sodass die Krokusse ihre Köpfe schon wieder geschlossen hatten, aber man kann trotzdem erkennen, dass die Bienen nur im Sturzflug aus der Beute stürzen müssen, um Pollen zu sammeln.
Für mich stehen in der nächsten Zeit Arbeiten, wie das Streichen der neuen Beuten an, aber das macht im Freien natürlich mehr Spaß als im dunklem Keller. (Es ist übrigens nicht etwa eine Ausrede, weshalb ich noch nicht längst fertig bin :))
Langsam bin ich aber wirklich froh, dass die Bienensaison langsam aber stetig wieder Fahrt aufnimmt. Dies gilt dann natürlich hoffentlich auch für diesen Blog! :)
Dienstag, 13. Januar 2015
Kleinere Anpassungen...
...bei Honigbienenblog.de
Den besonders aufmerksamen Lesern dieser Postille ist sicher schon aufgefallen, dass sich einige Kleinigkeiten auf der Seite verändert haben. Die Änderungen habe ich hier kurz für euch zusammengefasst:
Wer nichts verpassen will hat weiterhin die Möglichkeit dem Blog per e-Mail zu folgen. Das entsprechende Eingabefeld findet ihr auch rechts am Rand.
Oder ihr folgt dem Blog bei Facebook. Dort habe ich eine eigene Seite eingerichtet, auf der ich links zu neuen Beiträgen poste. Ihr findet mich unter: Honigbienenblog.de bei Facebook.
Den besonders aufmerksamen Lesern dieser Postille ist sicher schon aufgefallen, dass sich einige Kleinigkeiten auf der Seite verändert haben. Die Änderungen habe ich hier kurz für euch zusammengefasst:
- Ihr könnt jetzt rechts unter: "Was bisher geschah" leichter alte Beiträge finden, da eine "Hierachie" eingeführt wurde.
- Außerdem findet ihr dort ein Suchfeld, mit dem ihr den Blog durchsuchen könnt und so leichter zu älteren Themen gelangt.
- Ich habe von Beginn an alle Beiträge "gelabelt" - also Stichworten zugeordnet. Diese könnt ihr jeweils unter den Beträgen finden. Durch Anklicken eines Stichwortes gelangt ihr schnell auf eine Übersicht weiterer Beiträge zum Thema. Dabei gilt natürlich: Je allgemeiner das Suchwort, desto mehr Beiträge werdet ihr finden. Das Stichwort "Bienen" wird sicher mehr Beiträge zu Tage fördern, als z.B. "Smoker". Wer es ganz genau wissen will, findet am Ende der Seite eine Übersicht aller Stichwörter und in Klammern die Anzahl der zugeordneten Beiträge.
- Wer jetzt sofort fleißig nach unten gescrollt hat, wird gleich die nächste Änderung gefunden haben: Am Ende jeder Seite werden die bei euch beliebtesten Beiträge angezeigt. Dies hilft euch beim Stöbern und (Neu-)Entdecken von Posts.
Wer nichts verpassen will hat weiterhin die Möglichkeit dem Blog per e-Mail zu folgen. Das entsprechende Eingabefeld findet ihr auch rechts am Rand.
Oder ihr folgt dem Blog bei Facebook. Dort habe ich eine eigene Seite eingerichtet, auf der ich links zu neuen Beiträgen poste. Ihr findet mich unter: Honigbienenblog.de bei Facebook.
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| Bildnachweis: Hoppenheidt Fotografie |
Samstag, 10. Januar 2015
Norddeutsche Großimkertage...
...mit Imkerlatein und etwas Größenwahn?
Heute war ich in Soltau unterwegs. Dort fanden die "Norddeutschen Großimkertage" statt. Großimkertage? Ist der Neuimker etwas größenwahnsinnig geworden? Nein, die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, wobei unser Hauptaugenmerk auf der angeschlossenen Imkerbedarfsmesse und den dort ausgestellten Honigschleudern lag. Ein mitgereister Jungimker plant nämlich die Anschaffung einer eigenen Schleuder für die nächste Honigernte, da war hier natürlich eine besondere Gelegenheit verschiedene Modelle in Augenschein zu nehmen und direkt zu vergleichen.
Waren wir mit diesem Anliegen erfolgreich? Naja, wir sind etwas schlauer was die Gerätschaften und deren Ausstattungen betrifft, insbesondere deren Preis, aber eine abschließende Entscheidung konnten wir noch nicht treffen.
Wir wurden aber wieder Zeuge, dass folgender Spruch auf jeden Fall zutrifft: "5 Imker, mindestens 7 Meinungen":
Bei den mitgereisten Imkern, die bereits größere Völkerzahlen bewirtschaften, lag das besondere Augenmerk auf einer automatischen "Honigernte-Maschine". Dabei wird das Entdeckeln und Schleudern der Honigräume fast vollautomatisch übernommen. Das war natürlich sehr interessant, aber würde ich jetzt über die Anschaffung eines solchen Gerätes nachdenken, müsste ich mir sicherlich wirklich Größenwahn vorwerfen lassen. Vom Preis, und, dass ich vor der Anschaffung ein neues Haus bauen müsste mal ganz abgesehen. :)
Insgesamt war es ein wirklich interessanter und informativer Tag. Ich kann daher auch anderen Neulingen (und natürlich erfahrenen Imkern) nur empfehlen sich vom Begriff "Großimker" nicht abschrecken zu lassen und bei einer solchen Veranstaltung vorbeizuschauen. Viele der einschlägigen Händler waren mit ihren Waren vertreten, egal ob Beutensysteme, Schleudern, Wachsschmelzer oder sonstiges Imkerzubehör man konnte sich an Ort und Stelle ein Bild unterschiedlicher Hersteller machen. Dies sicher auch gerade für Einsteiger ideal!
Vielleicht sehen wir uns ja dann im nächsten Jahr vor Ort - zu Imkerlatein und ein bisschen Größenwahn. :)
Heute war ich in Soltau unterwegs. Dort fanden die "Norddeutschen Großimkertage" statt. Großimkertage? Ist der Neuimker etwas größenwahnsinnig geworden? Nein, die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, wobei unser Hauptaugenmerk auf der angeschlossenen Imkerbedarfsmesse und den dort ausgestellten Honigschleudern lag. Ein mitgereister Jungimker plant nämlich die Anschaffung einer eigenen Schleuder für die nächste Honigernte, da war hier natürlich eine besondere Gelegenheit verschiedene Modelle in Augenschein zu nehmen und direkt zu vergleichen.
Waren wir mit diesem Anliegen erfolgreich? Naja, wir sind etwas schlauer was die Gerätschaften und deren Ausstattungen betrifft, insbesondere deren Preis, aber eine abschließende Entscheidung konnten wir noch nicht treffen.
Wir wurden aber wieder Zeuge, dass folgender Spruch auf jeden Fall zutrifft: "5 Imker, mindestens 7 Meinungen":
"Wichtig ist auf jeden Fall, dass...!" - "Quatsch! Auf jeden Fall brauchst Du....!" - "Ich würde ja lieber auf ... zurückgreifen!" - "Die besten Ergebnisse erzielt man mit..." :)Da ist es gut, dass die Veranstaltung auch am Sonntag noch stattfindet und die Schleuderauswahl vielleicht morgen vom Jungimker abschließend getroffen werden kann, weniger Imkerlatein wird man aber auch dann sicher nicht zu hören bekommen. :)
Bei den mitgereisten Imkern, die bereits größere Völkerzahlen bewirtschaften, lag das besondere Augenmerk auf einer automatischen "Honigernte-Maschine". Dabei wird das Entdeckeln und Schleudern der Honigräume fast vollautomatisch übernommen. Das war natürlich sehr interessant, aber würde ich jetzt über die Anschaffung eines solchen Gerätes nachdenken, müsste ich mir sicherlich wirklich Größenwahn vorwerfen lassen. Vom Preis, und, dass ich vor der Anschaffung ein neues Haus bauen müsste mal ganz abgesehen. :)
| Schlecht zu erkennen, aber die Ausmaße waren wirklich enorm |
| Die Maschine nimmt Rähmchen gleich zargenweise auf! |
Insgesamt war es ein wirklich interessanter und informativer Tag. Ich kann daher auch anderen Neulingen (und natürlich erfahrenen Imkern) nur empfehlen sich vom Begriff "Großimker" nicht abschrecken zu lassen und bei einer solchen Veranstaltung vorbeizuschauen. Viele der einschlägigen Händler waren mit ihren Waren vertreten, egal ob Beutensysteme, Schleudern, Wachsschmelzer oder sonstiges Imkerzubehör man konnte sich an Ort und Stelle ein Bild unterschiedlicher Hersteller machen. Dies sicher auch gerade für Einsteiger ideal!
Vielleicht sehen wir uns ja dann im nächsten Jahr vor Ort - zu Imkerlatein und ein bisschen Größenwahn. :)
Sonntag, 28. Dezember 2014
Süßes! Sonst gibt's....
...Oxalsäure!
Worauf haben Imker in den letzten Wochen am häufigsten geschaut?
Das Thermometer! Denn bevor sich die Bienen (bzw. die Imker) endgültig in den Winterschlaf verabschieden, stand noch die letzte Behandlung gegen die Varroamilbe an: Die Träufelung von Oxalsäure. Dafür ist aber eine niedrige Temperatur erforderlich. Warum? Da die Bienen beim ersten Frost aus der Brut gehen, also die Königin keine Eier mehr legt und die vorhandene Brut nicht mehr gepflegt wird. Die Brutfreiheit der Völker ist deshalb wichtig, da die Milben sich in den Brutzellen vermehren. Ist die Brut verdeckelt, kann die Oxalsäure nicht richtig wirken. Weiterhin ziehen sich die Bienen bei niedrigeren Temperaturen eng in der Wintertrauben zusammen, dadurch kann die Benetzung der Bienen effizienter durchgeführt werden, da die Bienen die Säure untereinander durch Körperkontakt weitergeben. Sind die Bienen weit im Stock verteilt, ist dies natürlich nicht gegeben.
Bevor ich nun auf die Durchführung der Behandlung etwas genauer eingehe, nochmal der Hinweis:
So nun aber zur Anwendung der Oxalsäure. Was braucht man?
Säurefeste Handschuhe, eine Spritze mit Skala und Schlauch und natürlich die Säure selbst.
Die Säure besteht aus zwei Komponenten: Einer flüssigen Lösung und Saccharose-Pulver. Beides wird direkt vor der Anwendung vermischt, wodurch die gebrauchsfertige Mischung entsteht.
Anschließend wird die Oxalsäure in die Spritze aufgezogen. Für die Dosierung unbedingt die Packungsbeilage beachten!
Anschließend ging es an die Bienen. Die erste Hürde war dieses Mal das Öffnen der Beuten. Der Frost hatte die Deckel verschlossen. Da wir keinen Stockmeisel am Mann hatten, musste improvisiert werden! :)
Dann konnte es los gehen. Die Säure wird mit Hilfe des Schlauchs der Spritze langsam zwischen die Rähmchen geträufelt. Die untergeschobene Windel half bei den tiefsitzenden Völker die Bienentraube genauer zu lokalisieren.
Das Öffnen und Beträufeln der Bienen sollte zügig erfolgen, damit die Tiere in ihrer Wintertraube möglichst wenig gestört werden.
Damit sind die Arbeiten an den Völkern für diese Saison abgeschlossen. Jetzt kann nur noch gehofft werden, dass die Völker gut durch den Winter kommen! Im Frühjahr werden wir zeitig auf eine ausreichende Versorgung mit Futter prüfen, da der Winter dieses Jahr etwas auf sich warten ließ und zu befürchten ist, dass die Bienen schon einiges an Futter verbraucht haben.
Bis dahin werde ich die Ausstattung für das kommende Jahr bestellen, damit ich nicht wieder in der "Hauptsaison" bestelle und deshalb hoffen muss, dass alles rechtzeitig eintrifft. Die neuen Beuten wollen ja auch noch gestrichen werden; auch so eine Winterarbeit des Imkers. :)
Worauf haben Imker in den letzten Wochen am häufigsten geschaut?
Das Thermometer! Denn bevor sich die Bienen (bzw. die Imker) endgültig in den Winterschlaf verabschieden, stand noch die letzte Behandlung gegen die Varroamilbe an: Die Träufelung von Oxalsäure. Dafür ist aber eine niedrige Temperatur erforderlich. Warum? Da die Bienen beim ersten Frost aus der Brut gehen, also die Königin keine Eier mehr legt und die vorhandene Brut nicht mehr gepflegt wird. Die Brutfreiheit der Völker ist deshalb wichtig, da die Milben sich in den Brutzellen vermehren. Ist die Brut verdeckelt, kann die Oxalsäure nicht richtig wirken. Weiterhin ziehen sich die Bienen bei niedrigeren Temperaturen eng in der Wintertrauben zusammen, dadurch kann die Benetzung der Bienen effizienter durchgeführt werden, da die Bienen die Säure untereinander durch Körperkontakt weitergeben. Sind die Bienen weit im Stock verteilt, ist dies natürlich nicht gegeben.
Bevor ich nun auf die Durchführung der Behandlung etwas genauer eingehe, nochmal der Hinweis:
Ich bin Anfänger, verlasst euch nicht auf meine Ausführungen, insbesondere bei der Anwendung von Säuren und Medikamenten! Lest die Packungsbeilage, holt euch evtl. Rat von erfahrenen Imkern, zieht geeignete Schutzkleidung an! Die Anwendungsschritte können bei Eurem Präparat evtl. abweichen.
Insbesondere habe ich auf meinem Blog nicht das gesamte Varroa-Behandlungskonzept dargestellt, da ich für einen Bericht über die Ameisensäure keine Zeit hatte, also verlasst euch dort auch nicht auf meine Ausführungen! Hinweise zu Fachbüchern findet ihr oben unter dem Reiter "Literatur".
So nun aber zur Anwendung der Oxalsäure. Was braucht man?
Säurefeste Handschuhe, eine Spritze mit Skala und Schlauch und natürlich die Säure selbst.
Die Säure besteht aus zwei Komponenten: Einer flüssigen Lösung und Saccharose-Pulver. Beides wird direkt vor der Anwendung vermischt, wodurch die gebrauchsfertige Mischung entsteht.
Anschließend wird die Oxalsäure in die Spritze aufgezogen. Für die Dosierung unbedingt die Packungsbeilage beachten!
Anschließend ging es an die Bienen. Die erste Hürde war dieses Mal das Öffnen der Beuten. Der Frost hatte die Deckel verschlossen. Da wir keinen Stockmeisel am Mann hatten, musste improvisiert werden! :)
Dann konnte es los gehen. Die Säure wird mit Hilfe des Schlauchs der Spritze langsam zwischen die Rähmchen geträufelt. Die untergeschobene Windel half bei den tiefsitzenden Völker die Bienentraube genauer zu lokalisieren.
Das Öffnen und Beträufeln der Bienen sollte zügig erfolgen, damit die Tiere in ihrer Wintertraube möglichst wenig gestört werden.
Damit sind die Arbeiten an den Völkern für diese Saison abgeschlossen. Jetzt kann nur noch gehofft werden, dass die Völker gut durch den Winter kommen! Im Frühjahr werden wir zeitig auf eine ausreichende Versorgung mit Futter prüfen, da der Winter dieses Jahr etwas auf sich warten ließ und zu befürchten ist, dass die Bienen schon einiges an Futter verbraucht haben.
Bis dahin werde ich die Ausstattung für das kommende Jahr bestellen, damit ich nicht wieder in der "Hauptsaison" bestelle und deshalb hoffen muss, dass alles rechtzeitig eintrifft. Die neuen Beuten wollen ja auch noch gestrichen werden; auch so eine Winterarbeit des Imkers. :)
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