Montag, 26. Mai 2014

MyDealz-Honig

My-Dealz-Gewinnspiel: Wettbewerbsbeitrag

Neben Imkerforen treibe ich mich in meiner Freizeit auch gerne auf Schnäppchenseiten herum. Die erste und beste Anlaufstelle ist natürlich: www.mydealz.de.

Als dort ein "Kreativ-Gewinnspiel" gestartet wurde, dachte ich mir: Da müsste man beides doch irgendwie verbinden können.
Also wurde eine Beute nun im mydealz-Design gestaltet! Das Ergebnis seht ihr hier:




Passend zum grünen Krokodil-Maskottchen natürlich mit grün gezeichneter Königin...




Honig ist aus den Ablegern dieses Jahr leider noch nicht zu erwarten, aber ich würde der Jury im Gewinnfall im nächsten Jahr natürlich ein Glas zukommen lassen. Diesen dürfen sie sich dann "selber ums Maul schmieren" :)

Samstag, 24. Mai 2014

Raubtierfütterung

Ableger füttern

Heute konnte ich bei bestem Flugwetter gut den Flugbetrieb vor den Beuten beobachten. Dabei stellte ich fest, dass die Ableger recht unterschiedlich stark unterwegs sind. Bei einem der Ableger war so gut wie keine Biene zu sehen.
Da ich bei der letzten Durchsicht schon festgestellt hatte, dass der Futtervorrat recht knapp bemessen ist, entschloss ich mich zu einer schnellen Durchsicht.

Bei einem Volk stellte ich tatsächlich fest, dass nahezu kein Futter mehr vorhanden ist. Daher entschied ich mich das entsprechende Volk etwas zu füttern.

Der Futtersirup wird aus Zucker 1:1 gemischt mit Wasser hergestellt. Dabei konnte unser Hochzeitsgeschenk gleich mal beweisen, dass es nicht nur dekorativ in der Küche stehen kann, sondern auch eine wirkliche Hilfe ist. Fazit: Zuckerwasser kann sie ganz gut anmischen. :)



Den fertig gemischten Sirup habe ich in eine leere Chipspackung gefüllt. Als Schwimmhilfe habe ich mehrere Korken obenauf gegeben. Durch die Korken können die Bienen das Futter besser aufnehmen und entgehen vor allem dem "süßen Tod" durch Ertrinken.


Meine Bienen trinken lieber Wein anstatt Sekt ;)

Der Futterbehälter wird in die Beute gestellt, dazu habe ich 2 der Mittelwände entfernt. Die Bienen können nun das Futter gut aufnehmen und müssen nun hoffentlich nicht Hunger leiden. 

Es ist angerichtet

Freitag, 23. Mai 2014

Zombie-Biene

 Merkwürdige Beobachtung
 
Bei der letzten gemeinsamen Durchsicht der Völker des befreundeten Jungimkers ist uns eine sehr merkwürdige Biene über den Weg gelaufen:



Der Hinterleib war komplett abgetrennt. Aber trotzdem drehte sie fleißig ihre Runden über die Waben. So etwas hatten wir überhaupt noch nicht gesehen. Hat einer der hier mitlesenden Imker eine Ahnung, wie es dazu kommen kann? Hat jemand selber schonmal Ähnliches beobachtet? Wir waren auf jeden Fall ziemlich verwundert! :)



Montag, 19. Mai 2014

Bunte Drohnen

Praxistest: Königin zeichnen

Da ich heute bei der Kontrolle des ersten Ablegers meine erste eigene Königin entdecken konnte, mal ein Beitrag zum Thema Königinnen zeichnen: 

Damit der Imker bei der Durchsicht der Völker die Königin besser findet, werden die Weiseln gezeichnet. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Markieren mit einem Stift, Auftragen von ein wenig Lack oder das Aufkleben von kleinen farbigen Opalith-Plättchen, jeweils auf den Rücken der Königin.

Letzteres erfordert ein wenig Übung. Daher habe ich mir mal einen Drohn als Übungsobjekt geschnappt. Diese haben nämlich keinen Stachel und können sich nicht durch Stechen wehren.

Hier das benötigte Material um eine Biene zu zeichnen:



- Abfangkäfig zum besseren Fangen der gewünschten Biene von der Wabe,
- Zeichenrohr zum fixieren des Insekts beim Zeichnen,
- Opalith-Zeichenplättchen in verschiedenen Farben,
- Kleber zum Befestigen der Plättchen,
- Zeichenhilfe zum Auftragen des Klebstoffs und des Plättchens.

Die Biene (hier zu Übungszwecken ein besagter Drohn) wird mit dem Abfangkäfig gefangen und in das Zeichenröhrchen laufen gelassen. Danach wird vorsichtig das Innenrohr nach oben geschoben und dadurch das Tier leicht fixiert. Nun kann der Kleber mit der Zeichenhilfe aufgetragen werden. Anschließend wird das Plättchen aufgelegt. 



Die Markierung dient wie gesagt zum besseren Erkennen der Königin bei der Durchsicht, außerdem kann so erkannt werden, wenn das Volk quasi eine Revolution angezettelt und die alte Königin abgemurkst hat: eine stille Umweiselung.

An der Farbe kann man übrigens auch das Alter der Königin erkennen, da die fünf Farben der Plättchen nach dem jeweiligen Jahr aufgeklebt werden. Dieses Jahr ist es die Farbe grün. 2015 ist dann blau dran, 2016 weiß, 2017 gelb, 2018 rot. 2019 geht es dann mit grün wieder von vorne los.

Der Drohn, der sich mir als Testkandidat zur Verfügung gestellt hat, hat die Prozedur überlebt und ich habe ihn wieder zurück ins Volk laufen lassen.

Demnächst versuche ich dann die frisch geschlüpfte Königin zu zeichnen. Diese ist in den nächsten Tagen geschlechtsreif und begibt sich dann auf den so genannten Begattungsflug. Anschließend fliegt sie zurück in den Stock und wird mit dem Legen von Eiern beginnen.

Test erfolgreich, Patient lebt



Sonntag, 18. Mai 2014

Grundkurs erfolgreich beendet...

...die Anwesenheit bei den Terminen hat auch zum "Bestehen" gereicht :)

Der letzte Teil des Imkerkurses fand am vergangenem Samstag statt. Auf dem Programm stand diesesmal die Praxis an den Bienenvölkern. Der Kurs wurde auf Grund der Menge der Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt. In der gesamten Region standen die Dozenten den Neuimkern an den Bienenständen Rede und Antwort. 


Es wurden verschiedene Arbeiten gemeinsam an den Bienen durchgeführt: Bildung eines Fluglings, Brutlings, Brutwabenablegers sowie Vorstellung einiger speziellen Imkergerätschaften wie den Kehrfix oder Techniken zur richtigen Smoker-Inbetriebnahme. Anschließend trafen sich alle Gruppen am Lehrbienenstand in Langenhagen. Dort wurde bei Bier und Gegrilltem noch ein wenig gefachsimpelt.


Der wichtigste Teil für mich war an diesem Tag aber die Ablegerbildung, diese wurden nämlich in meinen Beuten gebildet, insgesamt 3 Stück. Ich habe nun also insgesamt 4 Ableger an meinem Stand. Mehr Beutenmaterial habe ich aktuell auch nicht. :)


Einen Zuschauer hatten wir auch am Stand:


Mittwoch, 14. Mai 2014

Bienenflug

Ja, wo fliegen sie denn?

Wie weit fliegen Bienen eigentlich? Die Antwort ist relativ einfach: in ca. 3km Umkreis um den Bienenstock. Okay, kann man sich merken oder auch nicht. Interessanter wird es wenn es konkret um die eigenen Bienen geht. Noch interessanter, wenn man es sich auf einer Karte direkt anschauen kann und somit ein viel besseres Gefühl dafür bekommt.

Die Zeiten in denen man mit Zirkel und Bleistift vor einer Karte sitzt, sind ja mittlerweile vorbei und da es im Internet ja auch nichts gibt, was es nicht gibt, habe ich mal eine Seite rausgesucht, die das virtuelle Zirkelschwingen für mich übernimmt. 
Das Ergebnis möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. 

Kommen meine Bienen evtl. auch zu euch in den Garten? Ein paar von euch würden mir einfallen, die im Einzugsgebiet wohnen und meinen Bienen "Guten Tag" sagen könnten. Wer also genauer schauen möchte, klickt hier: Bienenflug

Für den Imker ist es übrigens durchaus wichtig zu wissen welcher Bereich von den Bienen beflogen wird. Beispielsweise damit er das Trachtangebot, das den Bienen zur Verfügung bewerten und einschätzen kann. Außerdem sollte jeder Imker einen zweiten Bienenstand außerhalb dieses Bereichs unterhalten. Dorthin werden dann neugebildete Ableger gebracht. Warum? Da die Flugbienen sonst zu ihrem alten Volk zurückfliegen würden und der Ableger dadurch geschwächt würde.


Montag, 12. Mai 2014

Neue Seite auf Honigbienenblog.de

Meine Bibliothek

Auf Honigbienenblog.de gibt es eine neue Seite: Literatur.
Zu finden gleich oben auf der Startseite.

Dort stelle ich nach und nach meine Bücher zu den Themen "Imkerei" und "Bienen" in Kurzform vor. Begonnen habe ich mit den "allgemeinen Imker-Büchern". Folgen wird noch Literatur zu "speziellen Themen der Imkerei" sowie Bücher zum Thema "Bienen allgemein" und "Wildbienen".


Warum diese Sektion? Da ich oft gefragt werde welche Bücher ich (Anfängern) empfehlen kann. Dort kann sich jeder nun ein kurzes Bild machen und ich muss nicht immer alles neu erzählen. Zu den bereits teilweise im Blog ausführlicheren Rezensionen habe ich direkt verlinkt. Einige genauere Blogeinträge zu einzelnen Büchern werden in Zukunft dennoch folgen.

Also, viel Spaß beim Stöbern und Anregungen holen.

www.honigbienenblog.de - Literatur


Mittwoch, 7. Mai 2014

Der erste Ableger

Jetzt geht's los!

Der erste Ableger ist endlich in unseren Garten eingezogen!

Warum ist es zunächst nur einer? Nun ich war wie auch die letzten Wochen mit einem anderen Jungimker an seinen Bienenständen. Dabei haben wir festgestellt, dass ein Volk auf Grund der Volksstärke mit einem Ableger geschröpft werden müssten. Da keine eigenen Beuten mehr vorhanden waren, haben wir den Ableger kurzerhand in eine meiner Beute einlogiert. Nach kurzer Fahrt stehen die Bienen nun auf dem neuen Standort.

Nun bin ich also offiziell Imker! :) Wenn auch aktuell mit nur 4 besetzen Waben. Aber es werden ja noch 2 Ableger dieses Jahr folgen. :)

Meine erste Wabe... 

...zieht in die neue Kiste ein
Deckel drauf, fertig!

Montag, 5. Mai 2014

Da stehen die Bienen drauf...

Beutenbock

Ich habe lange nach einer passenden Unterkonstruktion für meine Bienenbeuten gesucht. Das Einfachste ist sicherlich eine Kombination aus Betonsteinen und Holzlatten.
Diese ist aber wenig flexibel und Unebenheiten im Untergrund lassen sich damit auch nur bedingt ausgleichen.
Aber dann habe ich im Internet eine tolle Idee gefunden: Einen Beutenbock aus Gerüstfüßen und Holzlatten. Sehr flexibel und recht schnell gebaut.
Also fix solche Füße bestellt und mich an die Arbeit gemacht. Die Umsetzung ist total simpel, aber auf die Idee wäre ich alleine sicher nicht gekommen, danke deshalb an dieser Stelle mal wieder an Janos vom Blog "Ein Hobby in Dadant", dort habe ich die Idee nämlich abgeguckt!

Neben den Gerüstfüßen habe ich noch 6 Holzlatten mit einer Länge von 2 Metern in der Stärke 60 x 80 sowie etwas Holzschutzlasur besorgt.
An Werkzeug habe ich mir zurecht gelegt: Bohrmaschine mit einem Forstnerbohrer mit 40er-Durchmesser, Pinsel, Maßband, Stift und eine Säge um die Latten auf die gewünschte Länge zu bringen.


Die Kappsäge war etwas kamerascheu

Bei der Länge der Lattenzuschnitte habe ich etwas experimentieren müssen, da ich bei bei meinen ursprünglichen Berechnung die "Überbreite" der Beutendächer nicht berücksichtigt habe. Aber da muss  jeder für seine Beuten das richtige Maß finden.
Das Prinzip ist aber immer identisch, pro Bock werden 4 Latten benötigt: 2 kurze, welche durch die Tiefe der Beuten bestimmt werden und 2 längere Latten, die durch die Breite und Anzahl der Beuten zu ermitteln sind.

Bei mir sind es:
  • für 2 Beuten: 2 Latten á 50cm und 2 Latten á 150cm
  • für 3 Beuten: 2 Latten á 50cm und 2 Latten á 200cm
Diese bekommen dann an ihren Enden je 2 Bohrungen mit einem Durchmesser von 40mm. Ich habe einen Abstand von 4 cm zum Rand gewählt, dann schauen die Seiten nicht mehr über. Danach noch mit Holzlasur behandelt, fertig ist der Beutenbock. 

Schon wieder streichen...

Nur noch zusammenstecken:
Hier die beta-Version mit  großen Überständen

Eigentlich ganz einfach, ich hatte trotzdem zu kämpfen: Bohrmaschine defekt, dann die falsche, danach eine zu kleine Aufnahme für den Forstnerbohrer. Dann noch den nicht berücksichtigten Dachüberstand der Beuten. Mit dem Endergebnis bin ich aber sehr zufrieden. 

Hier noch mal das Resultat an seiner zukünftigen Wirkungsstätte:
Fertig zum Einzug

Und: Ja dieser Beutenbock ist teurer, als 2 Steine und 2 Latten übereinander gelegt! 
Die gebrauchten Gerüstfüße haben bei ebay je ca. 6,50€ inkl. Versand gekostet. Macht 26€ für die Füße plus ca. 7 € für die Latten. Also knapp 35€ wenn man Farbe und Pinsel mit 2 Euro ansetzt.
Dafür ist das Teil leichter, stabiler, flexibler, besser zu transportieren, genau ins Lot setzbar und sieht natürlich auch besser aus! :)
Am Ende muss jeder Imker selber entscheiden, ob diese Konstruktion etwas für ihn ist. Bei 100 Völkern ist es vielleicht auch etwas anderes, als für meine kleine Hobby-Imkerei.

Jetzt kann es bald losgehen! Es fehlen nur noch die Bienen. Da der Imker von dem ich die Bienen erhalte gerade krank im Bett liegt, weiß ich nicht wann es genau soweit ist...



Sonntag, 4. Mai 2014

Lieferung...endlich!

"DIE" Bestellung

Leider hat sich die Spedition nicht an die vereinbarten Absprachen gehalten, eigentlich sollten die Beuten schon am Mittwoch bei mir sein. Aber sie standen den Feiertag über in einem Lager in Langenhagen, auch Telefonate von fast einer Stunde konnten daran nix mehr ändern.
Am Freitag war es aber endlich soweit: Eine ganze Palette voll mit Beuten stand auf unserem Hof.
Das Bild der verpackten Palette hat mein Handy leider "verschluckt". Daher hier schon aufgebaut:


Ebenfalls kamen 140 Rähmchen:
(für die Fachleute: DNM mit Hofmannseiten, mit Edelstahldraht waagerecht gedrahtet und geöst)


Außerdem kamen noch Handschuhe (ihr erinnert euch, wo mein erster Stich hin ging?) und ein Trafo zum Einlöten. Auf Grund des unspektakulären Äußeren habe ich auf Bilder verzichtet. :-)  

Damit es jetzt auch zügig los gehen kann, habe ich mich gleich ans Streichen der Beuten gemacht. Eine wirklich sehr undankbare Arbeit, die mich fast 2 Tage beschäftigt hat! Dafür brauche ich nächstes Mal einen Praktikanten! Wer Lust auf stupide Arbeit hat kann sich gerne melden! :-)


Gestrichen habe ich mit einer Beutenfarbe, die ich bei meinem letzten Besuch im Imkerfachhandel schon besorgt hatte:
Update: Da schon 2 Nachfragen kamen: Ich habe die Beuten zweimal gestrichen und nach dem ersten Anstrich habe ich sie etwas mit feinem Schleifpapier bearbeitet.


Ich bin ganz zufrieden mit der Farbe. Sie ließ sich gut verarbeiten und war sehr ergiebig. Auch der Preis war in Ordnung. Werde ich für meine nächsten Beuten sicher auch wieder verwenden.

Nach dem Streichen durften die Beuten schon dekorativ im Garten rumstehen: