Dienstag, 15. April 2014

Imkerkurs zum Zweiten und Beuten zum Letzten

Grundkurs - Klappe die Zweite

Ich hatte letztes Mal ja schon geschrieben, dass ich den zweiten Teil des Grundkurses besucht habe. Es war wieder reiner Theorie-Unterricht. Ein dritter Teil folgt noch, da geht es dann auch endlich "an die Bienen". 

Diesmal ging es aber erstmal um die Völkerpflege im Laufe eines Bienenjahrs:
Also vom Auswintern im Frühling, zur Honigernte, zur Ablegerbildung und Schwarmverhinderung, zur Varroa-Behandlung und letztlich zur Auffütterung für die Wintermonate. 
Außerdem gab es noch etwas Materialkunde. Dabei wurde mein kleines "Beuten-Problem" natürlich auch thematisiert. 
Vor Ort war zu meiner Überraschung auch der Vereinsvorsitzende aus der Wedemark. Dies gab mir die Möglichkeit das Thema Beuten noch einmal anzusprechen und meine letzten Fragen zu beantworten. Dazu aber gleich nochmal ein wenig mehr. 

Als letztes stand noch ein kleiner "Honig-Kurs" auf dem Plan.
Zum Thema Honig gibt es noch einen Extra-Kurs im September. Dieser wird unter anderem benötigt um Honig in Gläser des Deutschen-Imker-Bundes abzufüllen. Die meisten Imker sagen meist einfach: D.I.B.-Glas. Dieser Kurs soll sicherstellen, dass euer Honig, den ihr auf dem Frühstückstisch stehen habt auch immer in einem einwandfreiem Zustand ist. 

Damit ihr euch ein Bild machen könnt:




Ende der Qual, endlich Auswahl!

Wie ich oben bereits geschrieben habe: Ich habe mich nun endlich für ein Beutensystem entschieden. Es ist die "Liebig-Beute" geworden. Diese ist für das Deutsch-Normal-Maß leider nur im Warmbau verfügbar, aber die restlichen Dinge, die ich mir vorgestellt habe passen alle. Also endlich die Bestellung zusammengestellt und auch gleich abgesandt, nicht, dass ich am Ende doch wieder ins Grübeln komme. :)

Schrieb ich so vor mich hin und dachte, dass nun alles eingetütet ist. Da bekam ich nochmal einen entscheidenden Hinweis und ich habe alles wieder über den Haufen geworfen, zum Telefon gegriffen und die Bestellung komplett verändert.
Ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle an Janos vom Blog "Imkern in Dadant"!

Es sind nun die 10er-Systembeuten geworden. Was war der entscheidene Hinweis? Bei diesem System unterscheiden sich die Zargen lediglich in den Innenmaßen, das heißt, dass wenn ich wirklich mal das Dadant-Maß testen möchte, müsste ich mir lediglich passende Zargen bestellen, Deckel, Absperrgitter, Böden könnte ich auch mit diesen Zargen nutzen.
Der "Nachteil" bezüglich Warmbau besteht auch hier, aber man kann ja nicht alles haben. :)


Wer sich das Ganze schonmal anschauen möchte, klickt hier:
10er-Systembeute bei Holtermann

Ein Lob an dieser Stelle an die Firma Holtermann, die ohne Probleme meine Bestellung geändert hat.

Wenn die Sachen eintreffen, habe ich eigentlich alles beisammen was ich benötige (erst einmal ;)). Lediglich über den "Beutenbock" muss ich mir noch Gedanken machen, also die Unterkonstruktion auf der die Beuten demnächst stehen sollen. Aber auch hierzu habe ich schon ein paar Ideen! Ihr lest es dann natürlich hier!



Sonntag, 13. April 2014

Man On The Moon...

Ich hatte ja schon berichtet, dass ich während meines Urlaubs beim Imkerbedarfshändler vorbei geschaut habe um mir eine Grundausstattung zu besorgen. Die möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Am auffälligsten ist sicherlich die Schutzkleidung. Ich habe mich für eine Imkerjacke mit integriertem Schleier entschieden. Aber seht selbst:




Worauf ich beim Kauf geachtet habe: (Ob es wirklich sinnvoll war, wird die Praxis zeigen ;))

  • Der Schleier ist mit einem Reißverschluss abnehmbar. (Stichwort Reinigung)
  • Die Bünde an Hüfte und Armen sind mit einem Gummizug versehen, damit die Bienen nicht plötzlich innen in der Jacke herumkrabbeln.
  • und natürlich die weiße/helle Farbe, denn die Bienen mögen dunkle Farben überhaupt nicht.

Und ja, die kurze Hose wird im "Ernstfall" natürlich nicht getragen. :)


Weiterhin gehört der Smoker zu meiner ersten Ausstattung. Hier nochmal etwas genauer:



Der Smoker ist im Prinzip ein kleiner Kessel, in den mit dem Blaseblag Luft geblasen wird, damit oben Rauch rauskommt. Wofür der Rauch? Der dient dazu die Bienen beim Arbeiten an den geöffneten Beuten zu beruhigen. Wobei beruhigen eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist. Den Bienen wird nämlich vorgespielt, dass ein Feuer ausgebrochen ist, deshalb saugen sie sich mit Honig voll um im Zweifel schnell zu verschwinden. Sie werden also mehr abgelenkt, als beruhigt. Der gewünschte Effekt bleibt aber der gleiche: Die Bienen haben keine Zeit sich mit Angriffen auf den Imker zu beschäftigen.

Ich habe mich für eine mittelgroße Variante entschieden, da ich gerade am Anfang noch nicht viele Völker am Stück bearbeite, sollte dieser erstmal ausreichen. 
Es gibt auch immernoch die klassische Imkerpfeife, diese hat aber einen kleinen Kessel und benötigt auch einen passenden Schleier, mit Einlass für das Mundstück. Außerdem muss man aufpassen, dass man sich nicht das Brusthaar versengt. :)

Auf den Bildern schlecht zu erkennen, daher hier nochmal in groß: Der Stockmeißel.


Dies ist das Universalwerkzeug des Imkers. Es kann verwendet werden um: Verkittete Zargen zu trennen, Rähmchen zu lösen, Propolis abzukratzen, Wildbau zu entfernen, Waben auszuschneiden,...

Ich habe mich für eine etwas längere Variante entschieden, da ich mir etwas mehr Hebelwirkung verspreche.
Was ich immer noch nicht weiß: Wofür das Loch ist. Nur zum Aufhängen scheint es mir eine etwas komische Form zu haben. Aber vielleicht merke ich bald in der Praxis, dass ich genau eine solche Aussparung benötige. :)

Meine Einkaufsliste war noch um einiges länger, aber darüber werde ich berichten, wenn die Gerätschaften zum Einsatz kommen.

Beim nächsten Mal berichte ich dann kurz vom zweiten Teil des Grundkurses.


Mittwoch, 9. April 2014

Die Qual der Wahl Teil 2 - Beuten

Welche Beute darf's denn sein?

Eigentlich dachte ich, dass die Auswahl der passenden Beuten die leichtere Entscheidung sei, wenn nur erstmal das passende Rähmchenmaß gefunden ist... Wie ich nun festgestellt habe, ist dem nicht so! Ich versuche meine Probleme/Fragestellungen mal kurz darzustellen. Einiges lässt sich recht leicht abhandeln:


1. Styropor oder Holz?

Ganz klar Holz! Es gibt bei beiden Materialen Vor- und Nachteile, die aber alle mehr den Imker als die Bienen betreffen. Schlussendlich ist es eine Geschmacksfrage und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das ich Bienen in Plastikkästen halte.


2. Kalt- oder Warmbau?

Hä? Kalt- oder Warmbau? Im Sommer oder im Winter "gebaute" Beuten, oder was? 
Nein, die Begriffe bezeichnen die unterschiedliche Anordnung der Waben, nämlich: quer oder längs zum Flugloch. Mit warm oder kalt hat es objektiv gesehen nichts zu tun.

Bildlich muss man es sich so vorstellen, dass man als Biene zurück in den Stock kommen und entweder nur eine Wabe sieht oder mehrere nebeneinander. 
Aber was ist nun besser? Eins kann ich sagen: 10 Imker: 11 Meinungen.

Aber es ist wohl wie so oft in der Imkerei: Den Bienen ist es (fast) egal. Wildbienen bauen wohl oft diagonal, bzw. so, dass es zu der Behausung am besten passt. Aber dann sind die Behausungen auch nicht so quadratisch wie in der Imkerei.
Es soll wohl im Warmbau gelegentlich im Winter schneller zu Futterabrissen* kommen, aber darüber habe ich auch widersprüchliche Aussagen gefunden. 

Und der Imker? 
Naja, hier gibt es wieder einen weiteren leichten Vorteil für den Kaltbau: Eine Kippkontrolle kann beim Kaltbau von hinten erfolgen.
Hierbei wird eine komplette Zarge angekippt und das Volk kontrolliert, ohne einzelne Waben zu ziehen. Dies geht natürlich nur in Richtung der Wabenanordnung, denn sonst würden die Waben zusammenrutschen und Bienen zerquetschen.

Okay, aber warum ist Kaltbau dann jetzt besser? Kippt man halt von der Seite...
Man stelle sich einen Bienenstand vor wo viele Beuten in einer Reihe aufgestellt werden, da ist ankippen von der Seite nicht möglich, da zu wenig Platz vorhanden ist. 
Aber anfangs spielt dies sicher keine große Rolle, da man die Völker auch noch nicht so gut einschätzen kann, dass eine Kippkontrolle ausreicht und eben die Volkszahl überschaubar ist und erstmal bleibt.
Aber wir halten mal einen leichten Vorteil für den Kaltbau fest.


3. Falzlos oder mit Falz?

Eines der ersten Dinge, die ich hörte worauf man achten solle, war, dass die Beute falzlos ist und ich dachte auch dies sei Konsens... aber dies scheint mitnichten so zu sein.

Falz bei einer Beute meint, dass jede Zarge unten eine Aussparung hat und oben eine entsprechende "Erhöhung/Rahmen" aufweist, sodass diese beim Stapel ineinander greifen. (Verstanden? Ich anfangs nicht... Ist aber wie bei Getränkekisten, nur anders herum)
Hört sich erstmal stabil an, verrutscht auch nicht so schnell. Ist aber gar nicht nötig, da die Bienen die Beuten so sehr mit Propolis von innen verkleben, dass man in der Regel genug Mühe hat die falzlosen Zargen wieder zu trennen.

Den Bienen ist es mal wieder egal, beim Imkern spielt allerdings auch hier die Kippkontrolle wieder eine Rolle: Wenn ich die obere Zarge gekippt habe, muss ich sie  ein Stück auf die untere Zarge ziehen, damit sie nicht abrutscht. Bei einer vorhandenen Falz müsste man die Zarge also zusätzlich anheben: Unpraktisch und wohl auf Grund des Gewichtes fast unmöglich.

Also: Falzlos soll meine Beute sein.

4. Hoch- oder Flachboden?

Wie die Namen schon sagen, sind die Böden (also der der unterste Teil einer Beute, die Zargen werden hier drauf gestapelt) unterschiedlich hoch.
Ich will an dieser Stelle nicht lange mit weiterer Theorie langweilen! Nur soviel: Die Belüftung ist beim Hochboden besser, dies spielt beim Wandern eine Rolle, also dem Verbringen der Bienen an einen anderen Ort, bspw. um eine Tracht andernorts zu nutzen.
Allerdings wird empfohlen beim Hochboden eine Bausperre einzulegen, damit die Bienen in diesem zusätzlichen Raum nicht wie wild Waben bauen, die "dort nicht hingehören".
Also: Hochboden auch, weil es preislich keine Rolle spielt (Ein Absperrgitter kostet 5€).

Fazit?

Fazit ist: Ich bin mir immer noch nicht sicher! Ich werde wohl noch mal Erfahrungen mit den verschiedenen Herstellern einholen, denn: Auch wenn man sich in allen Punkten, die ich oben dargestellt habe, entschieden hat, muss man erst einmal eine Beute/Anbieter finden, die/der alle Punkte vereint.
Denn hinzu kommen ja noch "weiche Faktoren": Preis, Verfügbarkeit, verwendetes Material, Haltbarkeit, zuverlässiger Anbieter.

Am Samstag ist der nächste Termin des Imkerkurses, ich werde mich umhören und später vielleicht die Beuten, die in der engere Auswahl kamen, in einem weiteren Post gegeneinander abwägen.

Der nächste Beitrag ist dann aber erstmal nicht mehr so trocken, versprochen! :) 
Ich habe nämlich bei Imkerbedarfshändler vorbeigeschaut und ordentlich eingedeckt. Die Einkäufe werde ich nächstes Mal in Bild und Text präsentieren.


*(Futterabriss meint, dass die Bienen, die im Winter in einer Traube dicht gedrängt auf den Waben sitzen und so die Temperatur hochhalten, verhungern, obwohl noch ausreichend Futter vorhanden ist.)

Mittwoch, 2. April 2014

Die Qual der Wahl - Rähmchen

Welches ist das passende Rähmchenmaß?

Hier soll es weiter gehen zum Thema Beuten- bzw. Rähmchenwahl. Ihr erinnert euch noch: In die Rähmchen werden die Mittelwände eingelötet, diese in Zargen gehängt und mehrere Zargen auf einem Boden mit Deckel ergeben eine Beute. Wenn nicht: nochmal einen Post zurückklicken :)

Die Wahl der Beute ist zum großen Teil abhängig von der Wahl der Rähmchen, da bestimmte Beuten nur bestimmte Rähmchen aufnehmen. Ist ja auch logisch die Maße müssen ja passen. Also zuerst die Rähmchen wählen und dann passende Beuten auswählen.

Aber ich hatte ja gesagt, dass dies nicht ganz so leicht sei! Warum? Nun, wenn man mal die Liste: Rähmchen-Maße ansieht, stellt man schon auf den ersten Blick fest, dass schon die Menge an unterschiedlichen Maßen eine Hürde darstellt. 
Viele der Rähmchen-Maße unterscheiden sich allerdings oft nur in Nuancen und werden zum Teil auch nur sehr, sehr regional von nur sehr, sehr wenigen Imkern verwendet. 
Den Bienen ist es nämlich relativ egal, welche Größe die Wabenfläche der Rähmchen hat. Als ich etwas tiefer in das Thema einstieg, merkte ich schnell, dass die Entscheidung zwischen nur wenigen "Standard-Maßen" fallen wird:

Zander
Deutsch-Normal-Maß (DNM)
Dadant

Wenn man sich in der einschlägigen Literatur oder auch im Internet zum Thema Rähmchen einliest, wird meist als erstes empfohlen man solle das in der Region gängige Maß verwenden. Okay, wusste ich damals noch nicht, also versuchte ich die Vor- und Nachteile der Rähmchen auf eigene Faust herauszufinden. Der Unterschied liegt wie gesagt nur bei der unterschiedlichen Größe:
DNM ist das kleinste Maß, Zander ist etwas größer und Dadant ist am größten. 

Unterschiedliche Größe heißt natürlich auch, dass mehr oder eben weniger Wabenzellen pro Mittelwand vorhanden sind. Nun ist es grundsätzlich erstmal egal, da man ja mehrere Zargen übereinander stellen kann und somit den Brut-, bzw. Honigraum entsprechend erweitern kann. Aber: für den Imker ist es nicht egal, denn mehr Rähmchen und Zargen bedeuten beim Arbeiten an den Bienen auch mehr Zeit- und Arbeitsaufwand. 

Zunächst fiel mir das Dadant-Maß auf. Hier wurde ausgerechnet, wie viele Wabenzellen ein Bienenvolk maximal im Brutraum benötigt. Also errechnet wie viele Zellen eine Königin am Tag bestiften kann und dieses mal 21, da eine Arbeiterin diese Zeit zum Schlupf benötigt. Hinzukommen noch Honig- und Pollenzellen und etwas Puffer.
Dadurch wird erreicht, dass immer nur eine Brutzarge benötigt wird. Super, dachte ich anfangs. Es gibt aber einen Nachteil: Da die Waben so groß sind, wird für den Honigraum ein anderes Maß verwendet. Dies hat zunächst einen weiteren Vorteil: Der Imker muss nicht so schwer heben, aber auch einen entscheidenden Nachteil: Die Waben aus dem Honigraum können nach dem Schleudern nicht für den Austausch im Brutraum verwendet werden. Die Wabenhygiene wird dadurch ziemlich erschwert. Für Einsteiger nicht unbedingt empfehlenswert. 

DNM und Zander entscheiden sich nicht allzu stark. Mittlerweile weiß ich aber, dass Zander eher in Süddeutschland verwendet wird. DNM ist bei uns im Imkerverein sehr verbreitet. 

Ich habe mich nun schlussendlich für DNM entschieden, da ich auch meine ersten Bienen auf diesen Rähmchen erhalten werde. Gleich als Exot in die Imkerei zu starten, muss ja auch nicht sein! :)

Aber wenn ich etwas praktische Erfahrungen gesammelt habe, werde ich mir das Dadant-Maß sicherlich noch einmal genauer anschauen. Aber für den Anfang gilt: 
Deutsch-Normal-Maß ist das Rähmchen der/meiner Wahl. 

Okay, dieses Thema wäre also geklärt. Muss also "nur noch" die passende Beute gefunden werden. Ich dachte anfangs, dass dies die leichtere Entscheidung sei, aber der Teufel steckt ja immer im Detail, aber dazu an anderer Stelle mehr... :)

Donnerstag, 27. März 2014

Alles Beuten, oder was?

Von Beuten, Zargen und Rähmchen

Ich hatte ja bereits in meinem letzten Post geschrieben, dass ich schon länger über dem richtigen Beuten- bzw. Rähmchenmaß grübele. Aber worum geht es eigentlich? Da ich mittlerweile so viel nachgedacht und mich informiert habe, versuche ich mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen!

Damit auch alle verstehen worum es geht, klären wir zunächst einmal die Grundbegriffe:
Die Behausung des Bienenvolks besteht aus folgenden Teilen:

Beute    -   Zarge   -   Rähmchen

Das Rähmchen bildet die kleinste Einheit. Hierbei handelt es sich um ein kleinen Holzrahmen, in dem ein Draht gespannt wird. Durch (leichten) Stromfluss wird dieser erhitzt, um eine Wachsplatte in das Rähmchen "einzulöten". Diese Mittelwand vereinfacht den Bienen das Anlegen der bekannten Waben, da eine Grundstruktur bereits vorgegeben ist.

Aussehen tut es dann in etwa so:


von AxelHH (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons


Diese Rähmchen kommen dann in die nächstgrößere Einheit: Die Zarge.
Grob gesagt ist die Zarge einfach eine Holzkiste mit 2 Leisten, auf die die Rähmchen gehängt werden. Klingt simpel? Zu den Details und Fallstricken wollten wir ja später kommen...
Zargen sehen erstmal beispielhaft so aus:


By Axel Hindemith.AxelHH at de.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons

Als letzten Begriff klären wir die Beute. Als Beute bezeichnet man einen komplettes Magazin, also eine oder mehrere Zargen (gefüllt mit Rähmchen) die auf einem Beutenboden gestapelt und mit einem Deckel versehen werden. Also die Bienenbehausung als Gesamtheit. Die Anzahl der Zargen hängt hierbei von der Stärke des Bienenvolkes ab. Im Boden befindet sich das Flugloch, durch das die Bienen die Beute verlassen können und (nach hoffentlich erfolgreicher Nektar- oder Pollensammlung) wieder einfliegen. Der Deckel dient schlicht dazu, dass die Bienen nicht nass werden. :)
Aufgestellt sehen Beuten dann so aus:


Urheber: Karl-Heinz Wellmann, Wikipedia
Okay, könnt ihr noch folgen? Oder Alles ganz einfach?
Nun, das oben Beschriebene behandelt erstmal nur die Magazinimkerei, also das Imkern mit dem System der variablen Beutentürme.
Es gibt aber noch: Trogbeuten, Golzbeuten, Hinterbehandlungsbeuten, Warrébeuten, die Korbimkerei, die Bienenkiste...

Da ich diese eher "exotischen" Arten der Imkerei für mich mittlerweile ausgeschlossen habe, will ich euch nicht weiter damit behelligen. Aber anfangs hat es mich echt Nerven gekostet, mich da durch zu kämpfen.

Da nun aber alle Bescheid wissen, worum es geht, können wir ja dann im nächsten Post besprechen, warum es nun so schwer ist die richtigen Beuten/Rähmchen zu finden, die ich letztendlich verwenden möchte...

Mittwoch, 26. März 2014

Bienenkundlicher Grundkurs - erster Teil

Der bienenkundliche Grundkurs


Am letzten Wochenende war ich beim ersten Teil des sogenannten "Bienenkundlichen Grundkurs".
Dies war der erste von insgesamt drei Terminen. Zweimal theoretischer Unterricht und als letzes eine Feuerprobe am Bienenstock.

Obwohl dieser schon als ein Zusatztermin angesetzt war, war der Kurs sehr gut besucht. Es fanden sich ca 30 angehende Jungimker im "Treffpunkt Alt-Laatzen" ein. Veranstalter war der Kreisimkerverein Hannover.

Wir erfuhren zunächst etwas über die Organisationsstrukturen des Imkerverbände und deren Aufgaben. Auch die relevanten Berufsgenossenschaften waren Thema.
Anschließend wurden einige rechtlichen Grundlagen besprochen, die wichtig beim Umgang mit Bienen sind. Darf ich einfach ein Bienenhaus in meinen Garten bauen? Wie werde ich Eigentümer eines Bienenvolks? Wo ist das Halten von Bienen ortsüblich?

Nach diesen doch recht trockenen Ausführungen stand endlich die Biene im Mittelpunkt! Wir erhielten viele Informationen über die Biologie und Lebensweise des Bien (So wird von den Imkern der Bienenstock mit allen seinen Bestandteilen genannt). Auch standen Wespen und Hummeln auf dem Lehrplan.

Zum Abschluss gab es die ersten imkerlichen Tipps mit auf den Weg, denn bei einigen der Teilnehmer summt es bereits seit einiger Zeit im Garten.

Bei mir wird es wohl endlich im April/Mai soweit sein. Dann erhalte ich vom Imkerverein 2-3 Ableger.

Bis dahin schaue ich fleißig nach Beuten, die ich bestellen will. So ganz schlüssig bin ich mir bei dem Thema noch nicht. Dazu aber demnächst ein Extra-Beitrag. Nun wälze ich erstmal das umfangreiche Lehrgangsmaterial, das wir ausgehändigt bekamen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Die "Konkurrenz" fliegt schon!

Die "Konkurrenz" fliegt schon!

Die ersten Blumenzwiebel haben in unserem Garten ihre bunten Blüten bereits aus der Erde gestreckt. In den letzten Tagen hat sich ein hübscher Blütenteppich entwickelt. 
Heute standen wir begeistert davor und konnten beinahe unser eigenes Wort nicht mehr verstehen. Die Bienen der anderen Imker summten und brummten auf den Blüten und sammelten fleißig Pollen und Nektar.

Bald gesellen sich meine eigenen Bienen dazu. Vergangene Woche bin ich nämlich offiziell Mitglied des Imkervereins Wedemark. Nun dauert es nicht mehr lange bis die ersten Beuten auch in unserem Garten stehen. Ein Treffen mit anderen Neuimkern der Wedemark ist in den nächsten Tagen. Ich werde natürlich berichten. 

Die Bilder sind von uschis-blog.deDort findet ihr auch weitere Fotos aus Garten und Natur, sowie viele Rezepte.

Krokusse und Schneeglöckchen

Krokusse im heimischen Garten