Mittwoch, 2. April 2014

Die Qual der Wahl - Rähmchen

Welches ist das passende Rähmchenmaß?

Hier soll es weiter gehen zum Thema Beuten- bzw. Rähmchenwahl. Ihr erinnert euch noch: In die Rähmchen werden die Mittelwände eingelötet, diese in Zargen gehängt und mehrere Zargen auf einem Boden mit Deckel ergeben eine Beute. Wenn nicht: nochmal einen Post zurückklicken :)

Die Wahl der Beute ist zum großen Teil abhängig von der Wahl der Rähmchen, da bestimmte Beuten nur bestimmte Rähmchen aufnehmen. Ist ja auch logisch die Maße müssen ja passen. Also zuerst die Rähmchen wählen und dann passende Beuten auswählen.

Aber ich hatte ja gesagt, dass dies nicht ganz so leicht sei! Warum? Nun, wenn man mal die Liste: Rähmchen-Maße ansieht, stellt man schon auf den ersten Blick fest, dass schon die Menge an unterschiedlichen Maßen eine Hürde darstellt. 
Viele der Rähmchen-Maße unterscheiden sich allerdings oft nur in Nuancen und werden zum Teil auch nur sehr, sehr regional von nur sehr, sehr wenigen Imkern verwendet. 
Den Bienen ist es nämlich relativ egal, welche Größe die Wabenfläche der Rähmchen hat. Als ich etwas tiefer in das Thema einstieg, merkte ich schnell, dass die Entscheidung zwischen nur wenigen "Standard-Maßen" fallen wird:

Zander
Deutsch-Normal-Maß (DNM)
Dadant

Wenn man sich in der einschlägigen Literatur oder auch im Internet zum Thema Rähmchen einliest, wird meist als erstes empfohlen man solle das in der Region gängige Maß verwenden. Okay, wusste ich damals noch nicht, also versuchte ich die Vor- und Nachteile der Rähmchen auf eigene Faust herauszufinden. Der Unterschied liegt wie gesagt nur bei der unterschiedlichen Größe:
DNM ist das kleinste Maß, Zander ist etwas größer und Dadant ist am größten. 

Unterschiedliche Größe heißt natürlich auch, dass mehr oder eben weniger Wabenzellen pro Mittelwand vorhanden sind. Nun ist es grundsätzlich erstmal egal, da man ja mehrere Zargen übereinander stellen kann und somit den Brut-, bzw. Honigraum entsprechend erweitern kann. Aber: für den Imker ist es nicht egal, denn mehr Rähmchen und Zargen bedeuten beim Arbeiten an den Bienen auch mehr Zeit- und Arbeitsaufwand. 

Zunächst fiel mir das Dadant-Maß auf. Hier wurde ausgerechnet, wieviele Wabenzellen ein Bienenvolk maximal im Brutraum benötigt. Also errechnet wieviele Zellen eine Königin am Tag bestiften kann und dieses mal 21, da eine Arbeiterin diese Zeit zum Schlupf benötigt. Hinzukommen noch Honig- und Pollenzellen und etwas Puffer.
Dadurch wird erreicht, dass immer nur eine Brutzarge benötigt wird. Super, dachte ich anfangs. Es gibt aber einen Nachteil: Da die Waben so groß sind, wird für den Honigraum ein anderes Maß verwendet. Dies hat zunächst einen weiteren Vorteil: Der Imker muss nicht so schwer heben, aber auch einen entscheidenden Nachteil: Die Waben aus dem Honigraum können nach dem Schleudern nicht für den Austausch im Brutraum verwendet werden. Die Wabenhygiene wird dadurch ziemlich erschwert. Für Einsteiger nicht unbedingt empfehlenswert. 

DNM und Zander entscheiden sich nicht allzu stark. Mittlerweile weiß ich aber, dass Zander eher in Süddeutschland verwendet wird. DNM ist bei uns im Imkerverein sehr verbreitet. 

Ich habe mich nun schlussendlich für DNM entschieden, da ich auch meine ersten Bienen auf diesen Rähmchen erhalten werde. Gleich als Exot in die Imkerei zu starten, muss ja auch nicht sein! :)

Aber wenn ich etwas praktische Erfahrungen gesammelt habe, werde ich mir das Dadant-Maß sicherlich noch einmal genauer anschauen. Aber für den Anfang gilt: 
Deutsch-Normal-Maß ist das Rähmchen der/meiner Wahl. 

Okay, dieses Thema wäre also geklärt. Muss also "nur noch" die passende Beute gefunden werden. Ich dachte anfangs, dass dies die leichtere Entscheidung sei, aber der Teufel steckt ja immer im Detail, aber dazu an anderer Stelle mehr... :)

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