Samstag, 16. Januar 2016

Ohne Winter...

...wäre der Frühling nur halb so schön!

Gemessen an dieser Weisheit muss ich mir wohl um den kommenden Frühling keine Gedanken machen. 

Nach der heutigen Jahresversammlung des Imkervereins, wurden die Anwesenden nach der Veranstaltung von dicken Flocken überrascht.

Zu Hause wurde die Witterung genutzt um einen Imker-Schneemann aufzutürmen. Natürlich stilecht mit Smoker, Stockmeißel und Bienenbesen.

Trotzdem freue ich mich schon wieder auf das Frühjahr, wenn es wieder in die bienen- aber auch arbeitsreiche Zeit geht.





Samstag, 9. Januar 2016

Norddeutsche Großimkertage 2016

Die Berufsimker zu Gast in Soltau

Wie auch im letzten Jahr, ging es am heutigen Samstag zu den "Norddeutschen Großimkertagen" nach Soltau. Die Veranstaltung wird vom "Deutschen Berufsimker Bund" mit Hilfe des Imkervereins Soltau durchgeführt.
Die Veranstaltung richtet sich aber nicht ausschließlich an Imker, die mit den Bienen ihren Lebensunterhalt verdienen, sondern steht allen Interessenten offen. Daher durfte auch der "Newbee" dort herumtoben. :)



Die Veranstaltung gliedert sich in eine Reihe von Vorträgen und Workshops sowie eine Verkaufs- und Ausstellungsmesse, auf der vom kleinen Verbrauchsartikel, bis zu automatischen Entdeckelungsstraßen alles dabei ist.


Leider waren die Vorträge, die mich interessierten schon ausgebucht, so dass ich ganz in Ruhe und entspannt über die Messe schlendern und mich über die neusten Möglichkeiten zum Geld ausgeben informieren konnte.


Meine Begleitung war auf der Suche nach einem Abfüllkübel. Auf der Messe konnten wir die verschiedenen Modelle der ausstellenden Anbieter direkt vergleichen und am Ende des Tages wurde dann auch nach erfolgreicher Suche der neue Behälter im Auto verstaut.


Ich selbst konnte mich über ein weiteres Produkt genauer informieren, darüber werde ich aber mit Sicherheit noch einmal einen eigenen Beitrag verfassen.

Fazit: Lohnt sich für den Hobby-Imker der Besuch der Großimkertage? In meinen Augen schon. Auch, wenn die Anschaffung bspw. einer Entdeckelungsmaschine nicht in Frage kommt, so ist es doch zumindest interessant solch ein Gerät mal begutachten zu können. Viele andere Stände bieten zudem auch ein Angebot, dass auch für kleinere Imkereien interessant ist. 
Die Vorträge beackern zum Teil natürlich ebenfalls Themen, die die Hobbisten nur wenig tangieren, aber auch hier ist das Angebot breit gestreut, allerdings muss man hier schnell sein, um sich noch einen Platz zu sichern. 

Mich wird man mit Sicherheit auch 2017 wieder in Soltau antreffen.





Donnerstag, 24. September 2015

Bis zur Akazie...

... und noch viel weiter!

Dass das Nahrungsangebot für Bienen in unseren Breiten oft nicht mehr sehr üppig ist, hat mittlerweile ja fast jeder mitbekommen. Denn Bienen sind in den Medien in jüngster Zeit wieder in den Blickpunkt gerückt. Bei uns auf dem Land ist nach der Rapstracht im Frühjahr oft nicht mehr viel los.

Was also tun? Wenn die Tracht nicht zu uns kommt, kommen wir halt zur Tracht! Gemeinsam mit einem anderen Imker haben wir unsere Bienen verladen und uns auf zur Akazienblüte in die Nähe von Magdeburg gemacht.




Damit sich die Reise lohnt, wurden die Bienen nach dem Verblühen der Bäume noch an ein großes Sonnenblumenfeld umgestellt. Leider haben diese nicht "gehonigt", sodass ich euch leider keinen Sonnenblumenhonig anbieten kann. In den Akazien haben die Bienen aber sehr fleißig gesammelt.

Bei dieser Wanderung haben wir gemerkt, dass imkern auch sehr, sehr anstrengend sein kann. :)






Montag, 21. September 2015

Honigabfüllung

Honig, Honig, Honig!

Eigentlich wollte ich ja noch einen Beitrag über das Rühren und Bearbeiten von Honig schreiben, aber man kommt ja vor Urlaub, Familie und Hobbies zu nichts! :)

Daher nun gleich der wahrscheinlich wichtigste Beitrag: Ich habe ersten meinen Honig abgefüllt! Die Ernte des Rapshonig am Bienenvolk und im Schleuderraum könnt ihr hier noch einmal nachlesen, der Beitrag zum Thema "Rühren" folgt dann im nächsten Jahr:

Honigernte Raps

In der Schleuder

Die Konsistenz eines Honigs wird im Wesentlichen durch die unterschiedlichen Verhältnisse der enthaltenen Zuckerarten bestimmt. Rapshonig beispielsweise wird sehr schnell hart wie Beton. Um dies zu vermeiden, habe ich den Honig gerührt. Dadurch erhält der Honig eine cremige Konsistenz, welche sich am ehesten mit der von Nuss-Nougat-Creme vergleichen lässt, 
Der Honig ließ sich gerade noch in die Gläser abfüllen, brauchte aber ziemlich lange, um ins Glas zu kommen.




Ich habe mich für 250g-Gräser entschieden, damit hoffentlich keiner, der ein Glas möchte leer ausgeht.  Die Rapsernte wird sicher trotzdem schon bald vergriffen sein.
Aber es wird noch eine zweite Abfüllung Honig von mir geben, diese hat eine gänzlich andere Konsistenz und auch einen längeren Weg hinter sich. Einen Reisebericht werde ich in Kürze (sic! ;)) veröffentlichen.

Einige haben ja bereits schon Honig von mir erhalten, wer noch nicht zum Zug kam oder Nachschub benötigt, kann sich gerne bei mir melden. Das 250g Glas kostet 3€. 
Pfand nehme ich nicht, freue mich aber, wenn die geleerten Gläser ihren Weg zu mir zurück finden.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Im Schleudergang

Den ersten eigenen Honig schleudern

Im letzten Beitrag hatte ich über die Honigernte an den Völker berichtet. Damit ist der Honig aber ja noch lange nicht im Glas! Der nächste Schritte ist das Schleudern.

Da Honigschleudern nicht zu den günstigsten Anschaffungen im Leben eines Imkers gehören, habe ich bei einem anderen Imker meine Waben in Rotation versetzt.


Honigschleudern gibt in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Von der Zwei-Waben-Handkurbel-Schleuder, bis zur XX-fach-Radialschleuder ist alles erhältlich. 

Mein Honig kam aus einer Sechs-Waben-Selbstwendeschleuder. 
Die Waben werden in die Aufnahmekörbe gehängt werden. Deckel zu, den Rest erledigt die Maschine "fast von alleine". Jedenfalls übernimmt sie selbstständig das Wechseln der Schleuderrichtung. 
Denn: "Waben rein und volle Pulle in eine Richtung is nicht". Der Druck würde die Waben zerstören. Also erst in eine Richtung "anschleudern", dann wenden, langsam steigern und dann erst "Vollgas".

Aber der Imker hat im Schleuderraum dennoch genug zu tun. Denn die Waben müssen vor dem Schleudern erst entdeckelt werden. Hierbei wird mit einer Entdeckelungsgabel die Wachsschicht, welche die Zellen verschließt entfernt. 

Entdeckelungsgabel vorne im Bild

Vor dem Entdeckeln sieht die Waben im Idealfall so aus

Dann kommt sicherlich der schönste Teil des Imkerns. Der erste eigene Honig fließt aus der Schleuder! Als das Schuften, Schleppen und Schwitzen hat sich gelohnt! :)


Der Honig ist dann aber immer noch nicht abfüllbereit. In der Regel muss er noch gerührt werden, damit er eine cremige Konsistenz erhält und nicht mit Hammer und Meißel aus dem Glas geholt werden muss, da er steinhart geworden ist. Damit dann weiter beim nächsten Mal.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Honigernte - Raps

Raps-Ernte 2015

Ich muss erstmal beichten, dass die Ereignisse dieses Beitrags schon eine gewisse Zeit zurückliegen, aber ich habe es einfach nicht geschafft hier darüber zu schreiben.

Es war endlich soweit: Die erste eigene Ernte! Die Bienen standen ja wie berichtet an einem Rapsfeld, das nicht weit von zu Hause entfernt ist. Beitrag: Ri-Ra-Raps

Die Bedingungen waren für die Honigproduktion dieses Jahr relativ gut: Zu Beginn der Blüte gab es etwas Regen, damit die Planzen auch genügend Wasser zur Nektarproduktion hatten, danach gab es viele Tage gutes "Flugwetter", lediglich der Wind hat die eigentlich perfekten Bedingungen etwas geschmälert.

Drei Honigräume standen nach der Rapsblüte zum Ernten bereit. Ich habe mich auch dieses Mal für die Variante "KehrFix" entschieden. Was ist das schon wieder für ein "Imkersprech"? 
Damit der Honig geerntet werden kann, müssen die Waben in den Honigräumen von Bienen befreit werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Abfegen, Bienenfluchten einlegen...
Die Variante "KehrFix" ist quasi Abfegen in schnell. Statt jede Wabe einzeln mit einem Besen von Bienen zu befreien, kommt eine Kiste zum Einsatz, in an zwei gegenüberliegenden Seiten Besen befestigt sind. Die Waben können zwischen den Besen hin und her gezogen werden. Die Bienen fallen nach unten in die Kiste und können danach wieder ins Volk gegeben werden.

Anschließend werden die Honigräume in den Schleuderraum gebracht und der "gemütliche Teil" kann beginnen. :) Dazu dann mehr im nächsten Beitrag, (der hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt).


Hier die Honigernte im Bild festgehalten:

Die Honigwaben werden aus dem Volk entnommen...

...und anschließend durch den Kehr-Fix gezogen.

Die bienenfreien Waben kommen in eine bereitgestellte Zarge

Die aufgeflogenen Bienen tummeln sich vor den Einfluglöchern



Freitag, 12. Juni 2015

Beuten steichen...

...leicht(er) gemacht

Beuten streichen gehört sicher bei (fast) allen Imkern zu den unbeliebteren Tätigkeiten. Aber auch bei mir stand dieses leidige Thema wieder mal auf dem Plan. 

Um mir die Arbeit beim Streichen etwas leichter zu machen, habe ich die "Streichstation" dieses Mal etwas anders aufgebaut. 


Nein, gemeint ist nicht die "Erfrischung" in der Mitte sondern, dass die Platte auf den Böcken schmaler ist, so dass ich die Zargen daran "aufhängen" konnte. Der Sack Blumenerde diente als Gegengewicht.


Hörte sich jetzt komplizierter an, als es ist... 
Auf diese Weise konnte ich zumindest die Zargen viel einfacher von allen Seiten streichen. Bei Deckel und Böden funktioniert dies natürlich leider nicht.

Gestrichen haben ich wieder mit "Beutenbraun" von der Firma Holtermann.
Die Innenwände werden natürlich nicht gestrichen. Hier sorgen die Bienen mit einer natürlichen Schicht aus Wachs und Propolis für eine (wahrscheinlich viel bessere) Versiegelung.

Ich hoffe, dass die fertigen Beuten für dieses Jahr reichen und ich nicht noch einmal "ran muss".